German Masters 2009
Am letzten Wochenende im April fand das German Masters Turnier 2009 in Zusammenarbeit der Masters in Line und dem Bundesverband für Country und Westerntanz e.V. in der Stadthalle der Stadt Flörsheim statt.
Es fanden sich wieder Tänzer und Tänzerinnen verschiedener Nationalitäten, Alters- und Startklassen zum tänzerischen Vergleich ein. Teilnehmer aus den Niederlanden, der Schweiz und aus Schweden traten neben deutschen Tänzern zum Wettbewerb an.
Die für eine derartiges Turnier unentbehrlichen freiwilligen, fleißigen Helfer von den Billy Bob’s Texas Rebells und vom TSC Country -Freunde Wiesbaden hatten die Halle wieder sehr gut vorbereitet und geschmückt, um der Veranstaltung einen würdigen Rahmen zu geben. Vielen Dank für Euren Einsatz und die damit verbundenen Mühen.
Für die Aufgabe als Fotograf konnte Georg Kiesewetter von den Bootscooters gewonnen werden, der unermüdlich mit seiner Kamera unterwegs war und ca. 600 Bilder "geschossen“ hat. Eine Auswahl der Bilder ist auf dieser Seite ebenfalls zu finden. Auch hierfür herzlichen Dank.
Die Masters in Line mit Rob Fowler, Nicola Lafferty, Emily Drinkall, Lee Easton, und Gareth Mole, hatten neben den organisatorischen Aufgaben auch in diesem Jahr wieder ein volles Programm mit Workshops, der Gestaltung des Abendprogramms und sehr viel gute Laune im Gepäck.
Der bisher gewohnte Ablauf des Turnierwochenendes wurde so geändert, dass alle Workshops am Samstag stattfanden und das gesamte Turnier dann am Sonntag durchgeführt wurde. Neben neuen Tänzen in den Workshops wurden auch zwei Technikworkshops abgehalten, bei denen die interessierten Teilnehmer neben Cha Cha Cha auch im Westcoast Swing und im Coupledance Two Step Technik von Meistern ihres Faches lernen konnten.
Wer dann immer noch nicht genug getanzt hatte, konnte sich auf der abendlichen Linedance-Party nochmals richtig austoben. DJ Nello fand wieder die richtige musikalische Mischung für alle Tänzer, es war für Jeden etwas dabei.
Während des zwar kurzen, aber tänzerisch hochwertigen Abendprogramms, dass durch die Masters in Line gestaltet wurde, konnten sich alle Zuschauer von den tänzerischen Qualitäten der Masters überzeugen. Alle fünf tanzten in einem Feuerwerk aus tänzerischen Höhepunkten in Solo-Auftritten und zum Abschluss gemeinsam eine kleine Geschichte. Für großen Spaß sorgte Rob Fowler in seinem Kostüm als Göttervater beim Publikum. Für die meisten Zuschauer war der Auftritt viel zu schnell vorbei, gerne hätte man diesen fabelhaften Tänzern weiter zugesehen.
Insgesamt war die diesjährige Startbeteiligung nicht so hoch, wie es wünschenswert wäre. Trotzdem gaben alle 35 Einzelteilnehmer und Teilnehmerinnen alles, um in der Konkurrenz zu bestehen.
Das Turnier begann mit dem Start von den zwei ProAm-Paaren, Marie Kuhn und Christian Sildatke sowie Mandy Schieke und Martin Pokale Plugge, die ihre Premiere gut gemeistert und ihre Pokale am Ende verdient errungen haben.
Das Turnier nahm seinen weiteren Verlauf, in dem die zunächst die Jüngeren und vorderen Startklassen ihre Tänze zeigten, um die Tanzfläche dann am Schluss den älteren und erfahrenen Wettkämpfer zu überlassen. Es war sehr erfreulich zu sehen, wieweit sich einige der jüngeren Teilnehmer seit dem letzten Turnier in ihrem tänzerischen Können weiterentwickelt haben. Hier zeigte sich sehr deutlich die fleißige Trainingsarbeit der letzten Monate. In der Startklasse Newcomer Young Adult konnte sich Hanna Koch gegen drei andere Tänzerinnen deutlich durchsetzen und den Sieg für sich verbuchen.
Ebenfalls erfreulich war die Anzahl der Tänzer und Tänzerinnen im Starterfeld der Divisionen 2 (Advanced) und 3 (Intermediate), in denen nur in zwei Altersklassen jeweils bei den Herren und den Damen Einzelstarter zu finden waren. In diesen Startklassen gab es dann auch Teilnehmer wie Martin Plugge, die ungewohnter Weise gegen einen direkten Gegner tanzen mussten, was die Konkurrenz im Vorfeld spannender erscheinen ließ, beim Wettkampf jedoch kaum ein Zweifel über den Ausgang aufkam. Diese Aussage gilt sowohl im für die deutschen Teilnehmer positiven wie auch im negativen Sinn. Martin Plugge gewann alle drei Tänze, Jochen Zimmermann und Christian Sildatke hingegen mussten sich der niederländischen Konkurrenz beugen und den ersten Platz Vincent de Jong überlassen.
Wie bei anderen sportlichen Entscheidungen, bei denen immer der Schiedsrichter das letzte Wort hat, bewerteten auch bei diesem Turnier die Wertungsrichter Lee, Gareth und Emily, manche Leistung anders als die Zuschauer und Trainer, deren Entscheidung in wenigen Fällen anders ausgesehen hätte.
Durch die Siegerehrung am Sonntagnachmittag führte, trotz einiger Probleme in der Aussprache der Namen, sehr charmant Nicola Lafferty ,die die Pokale und Urkunden an Sieger und Platzierte überreichte.
Nach 2 Tagen intensiv Tanzen und Lernen waren alle Beteiligten mehr oder minder um wunde Füße, rauchende Köpfe und einige um einen Pokal reicher.
Für die German Masters 2010 wird es im organisatorischen Ablauf einige Änderungen geben, die zur Zeit zwischen den Vertragspartnern besprochen werden.